Pitchen ist kein Verkaufsgespräch - es ist eine Einladung
Viele Autor:innen denken beim Pitch zuerst an Verkauf.
Man stellt eine Idee vor. Jemand hört zu. Am Ende gibt es vielleicht Interesse, vielleicht eine Absage, vielleicht Schweigen.
Aber ein guter Pitch ist mehr als ein Verkaufsmoment.
Er ist ein Test: Ist der Kern meiner Geschichte sichtbar?
Wenn ein Pitch nicht funktioniert, heißt das nicht automatisch, dass der Stoff schlecht ist. Manchmal heißt es nur: Die Geschichte ist noch nicht klar genug erzählt. Die Hauptfigur ist noch zu allgemein. Der Konflikt kommt zu spät. Oder das emotionale Versprechen versteckt sich unter zu vielen Details.
Genau deshalb ist Pitchen für Drehbuchautor:innen so wertvoll.
Es zwingt uns, eine einfache Frage zu beantworten:
Worum geht es wirklich?
Beim Filmfest München 2025 wurde wieder sichtbar, wie wichtig Stoffentwicklung, Präsentation und Austausch für Autor:innen sind. Besonders interessant für Drehbuchschreibende: Die Drehbuchwerkstatt München präsentierte am 1. Juli 2025 im Audimax der HFF München die Stoffe ihres 36. Jahrgangs.
Solche Präsentationen zeigen: Ein Stoff muss nicht nur geschrieben werden. Er muss auch verstanden werden können.
Ein Pitch ist keine Inhaltsangabe
Ein häufiger Fehler beim Pitchen ist, zu viel erzählen zu wollen.
Dann wird aus einem Pitch eine lange Nacherzählung:
Erst passiert das. Dann kommt diese Figur dazu. Dann gibt es eine Rückblende. Dann noch eine Nebenhandlung. Dann der Twist. Dann das Ende.
Das Problem: Je mehr man erklärt, desto weniger bleibt hängen.
Ein Pitch muss nicht jede Szene beschreiben. Er muss eine Tür öffnen.
Er sollte zeigen:
Wenn diese fünf Punkte klar sind, entsteht Neugier.
Wenn sie unklar sind, hören Menschen zwar vielleicht höflich zu - aber sie können den Stoff nicht greifen.
Pitchen heißt: eine Einladung aussprechen
Ein guter Pitch sagt nicht: „Hier ist alles, was in meiner Geschichte passiert.“
Ein guter Pitch sagt: „Komm mit in diese Geschichte. Hier ist eine Figur, ein Konflikt und eine Frage, die nicht mehr loslässt.“
Dafür braucht es keine perfekte Performance. Es braucht Klarheit.
Nicht jedes Wort muss glänzen. Aber der Kern muss spürbar sein.
Mini-Werkzeug: Der 5-Satz-Pitch
Nimm deinen aktuellen Stoff und schreibe einen Pitch in genau fünf Sätzen:
Beispiel-Struktur:
Das ist noch keine perfekte Logline. Aber es ist ein Anfang.
Und manchmal merkt man genau dabei, wo der Stoff noch unscharf ist.
Was gutes Feedback beim Pitch leisten kann
In einer Drehbuch-Community geht es nicht darum, einen Pitch sofort zu bewerten.
Nicht:
„Gefällt mir.“
„Gefällt mir nicht.“
„Würde ich anders machen.“
Sondern:
Das ist viel hilfreicher als ein schnelles Urteil.
Denn ein Pitch ist kein endgültiger Test darüber, ob jemand schreiben kann. Er ist ein Werkzeug, um den Stoff klarer zu sehen.
Community-Übung
Poste in den Kommentaren gern deinen 5-Satz-Pitch.
Die Community antwortet nur auf drei Fragen:
So können wir Pitchen gemeinsam üben - nicht als Verkaufsgespräch, sondern als Einladung.
Frage an euch:
Welcher Stoff von euch bräuchte gerade einen klareren Pitch?
Viele Autor:innen denken beim Pitch zuerst an Verkauf.
Man stellt eine Idee vor. Jemand hört zu. Am Ende gibt es vielleicht Interesse, vielleicht eine Absage, vielleicht Schweigen.
Aber ein guter Pitch ist mehr als ein Verkaufsmoment.
Er ist ein Test: Ist der Kern meiner Geschichte sichtbar?
Wenn ein Pitch nicht funktioniert, heißt das nicht automatisch, dass der Stoff schlecht ist. Manchmal heißt es nur: Die Geschichte ist noch nicht klar genug erzählt. Die Hauptfigur ist noch zu allgemein. Der Konflikt kommt zu spät. Oder das emotionale Versprechen versteckt sich unter zu vielen Details.
Genau deshalb ist Pitchen für Drehbuchautor:innen so wertvoll.
Es zwingt uns, eine einfache Frage zu beantworten:
Worum geht es wirklich?
Beim Filmfest München 2025 wurde wieder sichtbar, wie wichtig Stoffentwicklung, Präsentation und Austausch für Autor:innen sind. Besonders interessant für Drehbuchschreibende: Die Drehbuchwerkstatt München präsentierte am 1. Juli 2025 im Audimax der HFF München die Stoffe ihres 36. Jahrgangs.
Solche Präsentationen zeigen: Ein Stoff muss nicht nur geschrieben werden. Er muss auch verstanden werden können.
Ein Pitch ist keine Inhaltsangabe
Ein häufiger Fehler beim Pitchen ist, zu viel erzählen zu wollen.
Dann wird aus einem Pitch eine lange Nacherzählung:
Erst passiert das. Dann kommt diese Figur dazu. Dann gibt es eine Rückblende. Dann noch eine Nebenhandlung. Dann der Twist. Dann das Ende.
Das Problem: Je mehr man erklärt, desto weniger bleibt hängen.
Ein Pitch muss nicht jede Szene beschreiben. Er muss eine Tür öffnen.
Er sollte zeigen:
- Wer steht im Zentrum?
- Was will diese Figur?
- Was steht ihr im Weg?
- Was steht auf dem Spiel?
- Warum interessiert uns diese Geschichte jetzt?
Wenn diese fünf Punkte klar sind, entsteht Neugier.
Wenn sie unklar sind, hören Menschen zwar vielleicht höflich zu - aber sie können den Stoff nicht greifen.
Pitchen heißt: eine Einladung aussprechen
Ein guter Pitch sagt nicht: „Hier ist alles, was in meiner Geschichte passiert.“
Ein guter Pitch sagt: „Komm mit in diese Geschichte. Hier ist eine Figur, ein Konflikt und eine Frage, die nicht mehr loslässt.“
Dafür braucht es keine perfekte Performance. Es braucht Klarheit.
Nicht jedes Wort muss glänzen. Aber der Kern muss spürbar sein.
Mini-Werkzeug: Der 5-Satz-Pitch
Nimm deinen aktuellen Stoff und schreibe einen Pitch in genau fünf Sätzen:
- Hauptfigur: Wer steht im Zentrum?
- Ziel: Was will diese Figur konkret erreichen?
- Konflikt: Wer oder was steht ihr im Weg?
- Einsatz: Was verliert sie, wenn sie scheitert?
- Frage: Warum ist diese Geschichte jetzt erzählenswert?
Beispiel-Struktur:
Als Hauptfigur in Situation gerät, will sie Ziel. Doch Konflikt/Hindernis zwingt sie, sich Entscheidung oder innerer Wahrheit zu stellen. Wenn sie scheitert, verliert sie Einsatz.
Das ist noch keine perfekte Logline. Aber es ist ein Anfang.
Und manchmal merkt man genau dabei, wo der Stoff noch unscharf ist.
Was gutes Feedback beim Pitch leisten kann
In einer Drehbuch-Community geht es nicht darum, einen Pitch sofort zu bewerten.
Nicht:
„Gefällt mir.“
„Gefällt mir nicht.“
„Würde ich anders machen.“
Sondern:
- Was habe ich verstanden?
- Welche Figur bleibt hängen?
- Wo werde ich neugierig?
- Wo verliere ich den roten Faden?
- Welche Frage möchte ich nach dem Pitch beantwortet haben?
Das ist viel hilfreicher als ein schnelles Urteil.
Denn ein Pitch ist kein endgültiger Test darüber, ob jemand schreiben kann. Er ist ein Werkzeug, um den Stoff klarer zu sehen.
Community-Übung
Poste in den Kommentaren gern deinen 5-Satz-Pitch.
Die Community antwortet nur auf drei Fragen:
- Was ist sofort klar?
- Was macht neugierig?
- Wo fehlt noch Schärfe?
So können wir Pitchen gemeinsam üben - nicht als Verkaufsgespräch, sondern als Einladung.
Frage an euch:
Welcher Stoff von euch bräuchte gerade einen klareren Pitch?
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