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Die zweite Fassung ist kein Aufräumen: Was Überarbeitung wirklich verändert

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Die zweite Fassung ist kein Aufräumen: Was Überarbeitung wirklich verändert​


Im September ging es an dieser Stelle um eine schwierige Entscheidung:

Was macht man mit einem Stoff, der ein Nein bekommen hat?

Festhalten?
Überarbeiten?
Abstand gewinnen?
Oder loslassen?

Aber selbst wenn die Entscheidung lautet:

Ich mache weiter.

beginnt damit noch nicht automatisch eine gute Überarbeitung.

Denn zwischen dem Satz „Ich schreibe eine neue Fassung“ und einer wirklich neuen Fassung liegt ein entscheidender Unterschied.

Viele Überarbeitungen verändern erstaunlich viel.

Dialoge werden kürzer.
Szenen werden verschoben.
Figuren bekommen neue Namen.
Der Anfang wird schneller.
Das Ende emotionaler.
Eine Nebenfigur verschwindet.
Eine andere bekommt mehr Raum.

Und trotzdem fühlt sich das Drehbuch danach fast genauso an wie vorher.

Warum?

Weil verändert wurde, ohne vorher zu klären, was sich eigentlich verändern soll.

Eine neue Fassung entsteht nicht...

Wenn ein Stoff ein Nein bekommt: Festhalten, überarbeiten oder loslassen?

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Wenn ein Stoff ein Nein bekommt: Festhalten, überarbeiten oder loslassen?​

Eine Absage ist erstaunlich kurz für das, was sie auslösen kann.

Man hat vielleicht Monate an einem Stoff gearbeitet. Eine Logline immer wieder umgestellt. Ein Exposé gekürzt. Figuren neu gedacht. Szenen geschrieben und wieder gestrichen. Vielleicht hat jemand gegengelesen. Vielleicht wurde ein Pitch vorbereitet. Vielleicht war da sogar dieses seltene Gefühl:

Jetzt ist der Stoff wirklich so weit.

Dann kommt ein Nein.

Manchmal freundlich formuliert.
Manchmal knapp.
Manchmal mit einer Begründung.
Manchmal mit einem Satz, aus dem man versucht, zehn weitere herauszulesen.

Und plötzlich beginnt eine viel schwierigere Arbeit als das Schreiben selbst:

Was bedeutet diese Absage eigentlich für meinen Stoff?

Ende September bekommt genau diese Frage beim FilmFest Hamburg eine ungewöhnliche Bühne. Für „Still Your Darlings“ wurden bereits abgelehnte fiktionale und...

Zwischen Rückzug und Resonanz: Was ein Stoff im August braucht

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Im August 2026 treffen zwei scheinbar gegensätzliche Arten der Stoffentwicklung aufeinander.

Vom 5. bis 15. August wird das Locarno Film Festival erneut zu einem internationalen Treffpunkt für Filmschaffende, Publikum und Branche. Die 79. Ausgabe zeigt 233 Filme, darunter 103 Weltpremieren. Im Rahmen von Locarno Pro werden Projekte präsentiert, diskutiert und mit möglichen internationalen Partner:innen zusammengebracht.

Wenige Tage später beginnt am Semmering die 13. Drehbuchklausur. Vom 12. bis 31. August können sich ausgewählte Autor:innen drei Wochen lang intensiv ihren Drehbuchprojekten widmen – mit konzentrierten Schreibphasen, Gesprächen, Coachings und fachlichem Austausch.

In Locarno geht es um Sichtbarkeit, Präsentation und Resonanz.

Am Semmering geht es um Ruhe, Konzentration und Vertiefung.

Für die Arbeit an einem Drehbuch ist beides notwendig.

Ein Stoff braucht einen geschützten Raum, in dem er entstehen kann – und ein Gegenüber, an dem er sich...

Wenn Stoffe sichtbar werden: Was das Filmfest München über Drehbucharbeit erzählt

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Der Juli beginnt in diesem Jahr nicht leise. Während viele Produktionen in die Sommerpause gehen, läuft in München noch eines der wichtigsten Sommerfilmfestivals im deutschsprachigen Raum: Das 43. Filmfest München findet vom 26. Juni bis 5. Juli 2026 statt und zeigt rund 130 Filme aus 56 Ländern, darunter zahlreiche Weltpremieren.

Für Drehbuchautor:innen ist so ein Festival mehr als ein Branchentreffen. Es ist ein Moment, in dem sichtbar wird, was sonst monatelang im Verborgenen entsteht: Figuren, Konflikte, Tonlagen, Perspektiven, Stoffentscheidungen. Was auf der Leinwand leicht wirken soll, war vorher oft ein langer Prozess aus Verdichten, Verwerfen, Umschreiben und Neuordnen.

Ein Festival zeigt nicht nur Filme. Es zeigt Entscheidungen.

Wenn ein Film im Festivalprogramm steht, sehen wir nicht mehr die erste Idee. Wir sehen eine fertige Form. Eine Geschichte hat sich gegen viele andere Möglichkeiten durchgesetzt. Eine Figur wurde zugespitzt. Ein Konflikt wurde lesbar...

Die Zukunft des Erzählens bleibt menschlich

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Im Juni 2026 stand Köln ganz im Zeichen des seriellen Erzählens: Das SERIENCAMP Festival 2026 fand vom 9. bis 11. Juni 2026 im Cinenova in Köln-Ehrenfeld statt. Gezeigt wurden neue Serien auf großer Leinwand, darunter Welt- und Deutschlandpremieren. Parallel dazu lief die SERIENCAMP Conference, bei der es um Zukunftsfragen der Branche ging: neue Formate, internationale Koproduktionen, Ausbildung, Technologien und veränderte Formen des Erzählens.

Besonders spannend für Drehbuchschreibende: Im Umfeld der Conference gab es Pitchformate wie den Writers’ Vision Pitch, Diskussionen über Vertical Storytelling, Microdramas und mit PLOT NEXT erstmals auch ein Format zur Rolle von Künstlicher Intelligenz im Storytelling, mit Fokus auf Stoffentwicklung, Produktion und kreative Prozesse.

Das ist ein guter Anlass für eine wichtige Frage:

Was bleibt menschlich am Schreiben, wenn sich Formate, Plattformen und Technologien...

Drehbücher lesen ist keine Theorie - es ist Training

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Im Mai 2026 wurde beim Deutschen Filmpreis wieder sichtbar, wie zentral das Drehbuch für einen Film ist. In der Kategorie Bestes Drehbuch wurden Mascha Schilinski und Louise Peter für „In die Sonne schauen“ ausgezeichnet. Der Film gewann außerdem die Goldene Lola für den besten Spielfilm und mehrere weitere Preise.

Das ist ein guter Anlass für eine einfache, aber wichtige Frage:

Wie lernt man eigentlich Drehbuchschreiben?

Nicht nur durch Tipps.
Nicht nur durch YouTube-Videos.
Nicht nur durch Regeln über Drei-Akt-Struktur, Wendepunkte und Heldenreisen.

Sondern auch durch etwas, das viele zu selten tun:

Drehbücher lesen.

Filme schauen reicht nicht​


Wer Drehbuch schreiben will, schaut natürlich Filme und Serien. Das ist wichtig. Aber es reicht nicht.

Beim fertigen Film sehen wir Schauspiel, Kamera, Schnitt, Musik, Licht, Ausstattung, Rhythmus und Regie. Das alles beeinflusst, wie eine Szene wirkt.

Aber beim...

Nachwuchs braucht nicht nur Talent - Nachwuchs braucht Räume

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Im April 2026 fand in Potsdam die 55. Ausgabe des Internationalen Studierendenfilmfestivals Sehsüchte statt. Das Festival lief vom 22. bis 26. April 2026 an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und gehört laut Filmuniversität zu den größten internationalen Studierendenfilmfestivals Europas. Das Motto 2026 lautete „What’s left?“ — eine Frage nach dem, was von Idealen, Heimat, Hoffnungen, Ängsten und Zukunftsbildern übrig bleibt.

Für Drehbuchschreibende war besonders interessant: Im Programm gab es auch „Schreibsüchte: Kopfkino“, eine szenische Lesung, bei der Schauspielstudierende der Filmuniversität Auszüge aus den für den Drehbuchwettbewerb nominierten Werken der Sektion Schreibsüchte vortrugen.

Das ist ein guter Anlass für eine wichtige Frage:

Was brauchen junge Drehbuchautor:innen wirklich?

Nicht nur Talent.
Nicht nur gute Ideen.
Nicht nur Durchhaltevermögen.

Sondern Räume.

Ein Text verändert sich, wenn er laut...​

Tempo ist nicht Geschwindigkeit - Tempo ist Bedeutung

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Im März 2026 stand Graz wieder stark im Zeichen des österreichischen Films. Die Diagonale 2026 fand vom 18. bis 23. März 2026 statt. Im Rahmen des Festivals wurden auch die Drehbuchpreise vergeben: der Thomas-Pluch-Drehbuchpreis sowie der Carl-Mayer-Drehbuchpreis. Die zuvor vergebenen Drehbuchpreise waren laut Filmfonds Wien insgesamt mit 44.500 Euro dotiert. (Filmfonds Wien)

Besonders passend für Drehbuchautor:innen: Das Thema des Carl-Mayer-Drehbuchpreises 2026 lautete „Tempo“. Der Hauptpreis ging an Peter Pflügler für „Hans –or– Don’t Bury Me in the Grave of My Father“, der Förderpreis an Reza Rasouli für „Wurzel und Wind“. (Diagonale)

Das ist ein perfekter Anlass, über eine Frage nachzudenken, die beim Schreiben oft falsch verstanden wird...

Chaos ist kein Fehler - manchmal ist es der Anfang

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Chaos ist kein Fehler - manchmal ist es der Anfang

Viele Autor:innen glauben, ein Stoff müsse von Anfang an klar sein.

Erst die Idee.
Dann die Logline.
Dann das Exposé.
Dann das Treatment.
Dann die erste Fassung.
Dann Überarbeitung.
Dann fertig.

Schön wäre es.

In Wirklichkeit sieht Schreiben oft anders aus.

Man beginnt mit einer Figur und merkt später, dass eigentlich die Nebenfigur spannender ist.
Man schreibt eine Szene, die stark wirkt, aber nicht zur Handlung passt.
Man denkt, es sei ein Drama, und plötzlich will der Stoff komisch werden.
Man hat ein Thema, aber noch keine Geschichte.
Man hat eine Geschichte, aber kein Ende.
Man hat ein Ende, aber keinen Anfang, der dorthin führt.

Das fühlt sich schnell wie Scheitern an.

Aber oft ist es nur der Anfang von Stoffentwicklung.

Im Februar 2026 stellte Berlinale Talents genau diesen Zustand ins Zentrum...

Gute Stoffe stellen bessere Fragen

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Gute Stoffe stellen bessere Fragen

Viele Drehbuchideen beginnen mit einem Thema.

Mauerfall.
Anderssein.
Stalking.
Familie.
Gewalt.
Identität.
Schuld.
Freiheit.
Erwachsenwerden.

Aber ein Thema ist noch keine Geschichte.

Ein Thema wird erst interessant, wenn daraus eine Frage entsteht, die man nicht sofort wieder vergisst.

Nicht nur:

„Es geht um den Mauerfall.“​

Sondern:

Was passiert mit einem Kind, wenn seine Welt über Nacht verschwindet?​

Nicht nur:

„Es geht um Außenseitersein.“​

Sondern:

Was, wenn ein Kind sich auf der Erde fremder fühlt als ein Alien?​

Nicht nur:

„Es geht um Stalking.“​

Sondern:

Wie weit muss sich ein Mensch verändern, um der Gewalt eines anderen zu entkommen?​

Genau darum geht es beim Stoffentwickeln.

Nicht nur darum, ein wichtiges Thema zu haben.
Sondern darum, die richtige Figur, den richtigen Blickwinkel und...

Hoffnung ist kein Happy End aus Zucker

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Hoffnung ist kein Happy End aus Zucker

Hoffnung wird im Drehbuch oft missverstanden.

Als weiches Ende.
Als Trostpflaster.
Als letzte Szene mit Sonnenuntergang.
Als das Gefühl, dass schon irgendwie alles gut wird.

Aber echte Hoffnung ist schwieriger.

Sie entsteht nicht, weil ein Film Probleme verschwinden lässt. Sie entsteht, wenn eine Figur trotz Druck, Angst, Verlust oder Widerstand eine Entscheidung trifft, die etwas verändert.

Nicht alles ist gut.
Aber etwas ist möglich geworden.

Genau das macht Hoffnung erzählerisch interessant.

Der Drehbuchwettbewerb IF SHE CAN SEE IT, SHE CAN BE IT widmet sich Frauen*figuren jenseits der Klischees. 2025 stand der Wettbewerb unter dem Thema „Gegenwart findet Hopeful End“. Am 10. Dezember 2025 wurde im Filmcasino Wien der Hauptpreis vergeben: Ausgezeichnet wurde Isa Schieche für ihr Projekt „Lawles“.

Auch das...

Das Exposé ist der erste Härtetest deiner Geschichte

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Das Exposé ist der erste Härtetest deiner Geschichte

Eine Idee kann sich im Kopf großartig anfühlen.

Eine Figur.
Ein Thema.
Ein Bild.
Ein Konflikt.
Eine Welt.
Ein Satz, der nicht mehr verschwindet.

Aber spätestens beim Exposé zeigt sich, ob daraus wirklich ein Stoff werden kann.

Denn ein Exposé fragt nicht höflich: „Ist die Idee interessant?“

Es fragt härter:

Wer steht im Zentrum?
Was will diese Figur?
Was steht ihr im Weg?
Was steht auf dem Spiel?
Warum muss diese Geschichte jetzt erzählt werden?

Genau deshalb ist das Exposé für viele Autor:innen so unbequem. Es zwingt uns, aus einer Ahnung eine erzählbare Form zu machen.

Im November 2025 stand diese Arbeit auch in Neunkirchen im Mittelpunkt: Die Günter Rohrbach Filmpreis Stiftung schrieb wieder ihren Drehbuchpreis für Exposés aus. Gesucht wurden deutschsprachige Stoffe für...

Adaptieren heißt nicht abschreiben

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Adaptieren heißt nicht abschreiben

Viele denken bei Adaption zuerst an Treue.

War die Szene im Buch genauso?
Fehlt eine Figur?
Wurde das Ende verändert?
Ist der Film „nah genug“ an der Vorlage?

Diese Fragen sind verständlich. Aber für Drehbuchautor:innen führen sie oft in die falsche Richtung.

Denn eine gute Adaption ist keine Kopie.

Ein Roman, ein Sachbuch, ein Theaterstück, ein Podcast, ein Artikel oder eine wahre Geschichte funktionieren nicht automatisch als Film oder Serie. Was auf der Seite trägt, muss auf der Leinwand nicht tragen. Was innerlich erzählt werden kann, braucht filmisch eine Form. Was im Buch erklärt wird, muss im Drehbuch oft durch Handlung, Entscheidung, Bild, Konflikt oder Dialog sichtbar werden.

Adaption bedeutet deshalb nicht: alles behalten.

Adaption bedeutet: den Kern finden.

Die Frankfurter Buchmesse 2025 war dafür ein...

Networking ist nicht Smalltalk - es ist Teil des Handwerks

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Networking ist nicht Smalltalk - es ist Teil des Handwerks

Viele Autor:innen mögen das Wort Networking nicht.

Es klingt nach Visitenkarten.
Nach Smalltalk.
Nach „sich verkaufen“.
Nach Veranstaltungen, auf denen man möglichst souverän wirken muss.

Aber gutes Networking ist etwas anderes.

Es bedeutet nicht, laut aufzutreten.
Es bedeutet nicht, sich wichtiger zu machen, als man ist.
Und es bedeutet auch nicht, jeden Kontakt sofort in eine Chance verwandeln zu müssen.

Im besten Fall bedeutet Networking etwas viel Einfacheres:

Man findet Menschen, mit denen man über Geschichten sprechen kann.

Für Drehbuchautor:innen ist das wichtig. Schreiben findet zwar oft allein statt, aber Film und Serie entstehen nie allein. Früher oder später braucht ein Stoff andere Menschen: Feedback, Produktion, Regie, Redaktion, Förderung, Publikum - oder einfach jemanden, der ehrlich sagt:

„Ich verstehe noch nicht, worum es wirklich geht.“

Das...

Drehbuchautor:innen gehören auf die Bühne

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Drehbuchautor:innen gehören auf die Bühne

Wenn ein Film startet, sieht man zuerst die Gesichter.

Schauspieler:innen auf dem roten Teppich. Regie im Interview. Bilder aus dem Film. Trailer, Szenen, Plakate, Premierenfotos.

Das ist verständlich. Film ist ein sichtbares Medium.

Aber bevor eine Figur einen Satz sagt, musste jemand diesen Satz schreiben.
Bevor eine Szene gespielt wird, musste jemand entscheiden, warum sie existiert.
Bevor ein Konflikt auf der Leinwand funktioniert, musste er auf dem Papier gebaut werden.

Drehbuchautor:innen arbeiten oft an dem Teil des Films, der später am wenigsten sichtbar ist: am Anfang.

Genau deshalb ist Sichtbarkeit wichtig.

Beim Festival des deutschen Films Ludwigshafen erhielt David Ungureit am 24. August 2025 den Ludwigshafener Drehbuchpreis. Im Anschluss wurde sein Werk „Berühmt sein für...

Pitchen ist kein Verkaufsgespräch - es ist eine Einladung

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Pitchen ist kein Verkaufsgespräch - es ist eine Einladung

Viele Autor:innen denken beim Pitch zuerst an Verkauf.

Man stellt eine Idee vor. Jemand hört zu. Am Ende gibt es vielleicht Interesse, vielleicht eine Absage, vielleicht Schweigen.

Aber ein guter Pitch ist mehr als ein Verkaufsmoment.

Er ist ein Test: Ist der Kern meiner Geschichte sichtbar?

Wenn ein Pitch nicht funktioniert, heißt das nicht automatisch, dass der Stoff schlecht ist. Manchmal heißt es nur: Die Geschichte ist noch nicht klar genug erzählt. Die Hauptfigur ist noch zu allgemein. Der Konflikt kommt zu spät. Oder das emotionale Versprechen versteckt sich unter zu vielen Details.

Genau deshalb ist Pitchen für Drehbuchautor:innen so wertvoll.

Es zwingt uns, eine einfache Frage zu beantworten:

Worum geht es wirklich?

Beim Filmfest München 2025 wurde wieder sichtbar, wie wichtig Stoffentwicklung...

Community-Radar: Woran schreibst du gerade?

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Drehbuchschreiben ist kein Einzelkampf

Eine Szene funktioniert nicht. Eine Figur bleibt blass. Das Exposé klingt trocken. Oder man merkt beim Schreiben plötzlich: Die Idee ist gut — aber irgendetwas trägt noch nicht.

Genau an solchen Stellen wirkt Drehbuchschreiben oft einsam. Eine Person, ein Laptop, ein Dokument, viele Zweifel.

Aber gutes Schreiben entsteht selten komplett allein.

Man braucht manchmal jemanden, der eine ehrliche Frage stellt. Jemanden, der merkt, dass die Hauptfigur noch kein klares Ziel hat. Jemanden, der sagt: „Der Konflikt ist spannend, aber ich verstehe noch nicht, was wirklich auf dem Spiel steht.“

Der Deutsche Drehbuchverband beschreibt Vernetzung nicht als nettes Extra, sondern als Teil des Berufs: Austausch, schnelle Hilfe, Kontakte, Wissen und Erfahrung. Auch offene Schreiborte wie Autoren.community zeigen, wie wichtig Hilfe zur Selbsthilfe...